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Mit den Ergebnissen der Landesmeisterschaft 2025 konnten sich drei Mannschaften vom SFT, sieben Schützinnen und Schützen, für die Finals in Hannover vom 23. bis 26. Juli 26 qualifizieren: Sabine Möller, Katja Landwehrs und Iris Schwarzer im Team Recurve Master weiblich, Jörg Rheims gemeinsam mit Iris im Mixed Team Recurve Master und Peter Mikulaschek, Josef Gentges und Klaus Thiede im Team Recurve Senioren männlich.

Iris und Jörg traten am 23. Juli als erstes auf dem Schützenplatz neben dem Maschsee und dem Stadion von Hannover 96 an. Nach der Hitze der letzten Wochen begann das Turnier bei kühlen 15°C, zusätzlich wehte ein böiger Wind. Leider konnten Iris und Jörg ihre Qualifikationsergebnisse von 2025 nicht bestätigen, blieben damit unter ihren Möglichkeiten und wurden 25. von 30 qualifizierten Teams.

Am Nachmittag wurde unter anderem die Finalrunde der Mixed Master-Teams ausgetragen, in der noch drei Teams vom Kölner Klub für Bogensport (KKB) vertreten waren. Das Goldfinale wurde sehr spannend. Nach vier Sätzen stand es zwischen der 1. Mannschaft vom KKB und der Mannschaft BSC Oppenheim 1 4:4, so dass es ins Stechen ging. Beide Mannschaften schossen je einmal 8 und 7 Ringe, so dass jetzt die bessere 8 ausgemessen werden musste. Hier war der Pfeil vom KKB um ca. 1cm besser, und diese Differenz entschied die Deutsche Meisterschaft.

Am Freitag, dem 24. Juli waren keine Mannschaften vom SFT am Start, so dass bei sonnigem Wetter die tolle Atmosphäre in Hannover genossen werden konnte und Zeit war, sich andere Sportarten anzusehen und das Maschseefest zu besuchen.

Am Samstag, 25.07., war es wieder sehr heiß und fast windstill, was auf dem steinigen Platz sehr belastend für die Athletinnen und Athleten wurde. Trotzdem konnten Sabine, Iris und vor allem Katja ihre Ergebnisse der zwei Wochen zurückliegenden LVM noch einmal verbessern und beendeten die Qualifikationsrunde auf einem guten 7. Platz von 13 Teams. Im Viertelfinale mussten sie gegen das zweitplatzierte Team vom SV Moosbach aus der Oberpfalz antreten und führten nach 2 guten Sätzen mit 4:0. Leider gingen die beiden nächsten Sätze verloren, so dass ein Stechen entscheiden musste, bei dem das Team vom SV Moosbach das bessere Ende hatte. Diese Mannschaft wurde am Abend Deutscher Meister, was ein wenig über das knappe Ausscheiden hinwegtrösten kann. Das SFT-Damenteam kann sich über einen 6. Platz in der Abschlusstabelle freuen.

Noch besser lief es für Peter, Josef und Klaus im Senioren-Team. Sie beendeten die Qualifikationsrunde auf dem 2. Platz, konnten ihre Viertel- und Halbfinals gewinnen und erreichten so das Finale. Dabei wurde der SFT im Halbfinale gegen den BSC Schömberg 1 aus dem Schwarzwald zunächst offiziell zum 5:3-Sieger erklärt. Dann wurde das letzte Satzergebnis widerrufen und bei 4:4 musste ein Stechen stattfinden. Auch die „Verlängerung“ wurde mit 26 zu 21 Ringen gewonnen, so dass die SFT-Mannschaft im Finale gegen den Sieger der Qualifikationsrunde, dem Team SV Böddiger 1 aus Nordhessen, stand. Hier endete der erste Satz 52:52 unentschieden, danach gewann jedes Team einmal (46:44 für SFT, 49:42 für Böddiger). So musste der 4. Satz die Entscheidung bringen und dieser ging mit 52:46 klar an den SFT.

Herzlichen Glückwunsch an Peter, Klaus und Josef zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft!

Bei aller Freude über diesen Titel muss aber angemerkt werden, dass die Organisation stark verbesserungsbedürftig ist. So gab es jeden Tag Probleme mit der Ampelanlage und entsprechende Zeitverzögerungen. Am Turnierplatz bot der DSB keinerlei Getränke oder Verpflegung an, es gab lediglich Flaschen mit warmem Wasser durch den Sponsor. Vor allem sollte das Prinzip hinterfragt werden, alle Goldfinale einzeln und damit nacheinander auszutragen, da dies zu extrem langen Wartezeiten führt. Das Senioren-Finale startete gegen 20:00, das Halbfinale endete um 15:30. Nach einem Wettkampftag von mehr als 11 Stunden und nach 4½ Stunden Pause sollten und wollten die Athleten im Finale noch ihre Bestleistung zeigen. Dies ist unzumutbar und wird den Athleten nicht gerecht.

Positiv hervorzuheben ist die großartige Stimmung in Hannover und der hochklassige Bogensport, der geboten wurde, auch durch mehrere Schützinnen und Schützen aus dem Deutschland- und Olympiakader. Bei den Goldfinals in der Arena am Neuen Rathaus war das Zuschauerinteresse sehr groß. Nationale Meisterschaften an einem verlängerten Wochenende an einem Ort zusammenzufassen ist ein Erfolgsmodell, das auch anderen Sportarten als Fußball die verdiente Aufmerksamkeit verschafft.

Ergebnisse

 

Finals

 

Schützenplatz