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Im August findet die Bogen-Weltmeisterschaft der Junioren in Winnipeg/Kanada statt, im September die WM in Gwangju/Korea. Wer dort teilnehmen darf, entscheiden die Bundestrainer auf Grundlage der Rangliste, deren zweites Turnier 2025 vom 11. bis 13. Juli in Hamm stattfand. Aus dem Rheinland waren wieder Helena Landwehrs sowie der Compounder Yannic Arnold dabei, betreut von Lars Utscheid.

Wie bereits vor sechs Wochen in München, so war Helena auch diesmal am Samstagmorgen von ihrer ersten Qualifikationsrunde enttäuscht, blieb sie doch mit 600 Ringen deutlich hinter ihrem eine Woche zuvor bei der LVM geschossenen Ergebnis zurück. Aber die 600 Ringe reichten an diesem windigen Tag für den 6. Platz unter den 13 Teilnehmerinnen in der AK Jugend weiblich, so dass Helena die ersten drei Punkte für die Rangliste sammeln konnte. Am Samstagnachmittag kamen bei den Matches der besten Acht noch weitere vier Punkte hinzu.

Am Sonntagmorgen schossen alle in der AK Jugend weiblich die Quali-Runde deutlich besser, so dass Helena trotz eines guten ersten Durchgangs von 307 Punkten um ihre Teilnahme am anschließenden Finalschießen bangen musste. Im zweiten Durchgang startete Helena eine krasse Aufholjagd mit drei 54er-Passen bis hin zu einer Abschluss-Passe von 56 Ringen, die sie auf den 5. Platz brachte und ihr vier Ranglisten-Punkte eintrug. Vor allem aber hat Helena mit 628 Ringen nun endlich auch bei einem rekordberechtigten Turnier einen neuen RSB-Landesrekord geschossen!

Mit diesem Rückenwind gewann Helena ihr erstes Match am Sonntagmittag, so dass sie ins Halbfinale einziehen durfte; dieses verlor sie und stand damit im Bronzefinale gegen eine NK1-Schützin. Helena gewann 7:3 und mit dem 3. Platz weitere sieben Punkte für die Rangliste. In der Gesamtwertung steigt Helena damit auf den 4. Platz in ihrer Altersklasse auf. Schade, dass der Bundestrainer für die WM nur drei Schütz*innen aus jeder AK braucht!

Nach der Siegerehrung nutzte Helena – wie auch einige Schützen aus Bayern – noch die Gelegenheit, eine weitere Kader-Testung durch den Olympiastützpunkt abnehmen zu lassen, nämlich den 45-Minuten-Lauf; Helena legte 7,64 km zurück und schaffte damit locker diese Kader-Voraussetzung.

Wie wichtig eine rechtzeitige Kader-Mitgliedschaft ist, zeigte sich an diesem Wochenende für Yannic Arnold: er schoss mit 708 Ringen das beste Quali-Ergebnis, mit dem er sich übrigens auch beim World Cup in Madrid gut hätte sehen lassen können … und verbesserte damit seinen erst eine Woche zuvor bei der LVM in Düren aufgestellten Landesrekord. Aber trotz seiner weiterhin (wie auch schon beim ersten Ranglisten-Turnier) führenden Position bei den Compoundern muss Yannic um seine Teilnahme an der WM in Korea zittern.

Für heute erstmal: Glückwunsch an Helena und Yannic zu ihren neuen RSB-Landesrekorden!

Katja Landwehrs

Ergebnisse hier