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Am 21. und 22.03.2026 trafen sich Bogenschützen zur Deutschen Meisterschaft Halle in Dessau, in der schönen Elbe-Rossel-Halle. Ausrichter war der SG Blau-Weiß Klieken, der uns erneut mit seiner Gastfreundschaft und seinem Organisationstalent begeisterte.

Nicht nur für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – auch die vielen kleinen Dekorationen trugen dazu bei, dass man sich rundum wohlfühlen konnte.

Für mich war es die erste Teilnahme an einer DM Halle. Und ja – es ist doch noch einmal ein deutlicher Unterschied, ob man eine Regionalmeisterschaft oder eine Deutsche Meisterschaft schießt.

Knapp 200 Bogenschützen hatten sich auf den Weg gemacht. Anfahrtszeiten von bis zu sechs Stunden waren dabei keine Seltenheit.

Bereits die Begrüßung am Halleneingang zeigte, mit wie viel Liebe der Ausrichter im Auftrag des DFBV diese Veranstaltung gestaltet hatte. Nachdem man sich angemeldet und die Bogenkontrolle bestanden hatte, konnte man seine Ausrüstung in den Umkleiden verstauen und sich vorbereiten.

Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Bei meinem Eintreffen lief noch der Wettkampf der ersten Gruppe, sodass ich die Zeit nutzen konnte, alte Bekannte zu begrüßen und uns über die Vielfalt der Bögen auszutauschen. Besonders ein liebevoll gebauter Bogen von Lutz hatte es mir direkt angetan.

Die Scheibeneinteilung für die 27 Scheiben stand bereits fest, sodass – wenn auch leicht verspätet – meine Gruppe bald starten konnte. Geschossen wurden 6 Passen à fünf Pfeile im A/B- und C/D-System:

Hierbei schossen abwechselnd A/B auf die unteren Scheibenauflagen und C/D auf die oberen. Jede Passe musste innerhalb von 240 Sekunden absolviert werden. Nach einer etwa 25-minütigen Pause wurde gewechselt: Nun schossen zuerst D/C unten und anschließend B/A oben.

In der ersten Hälfte fand ich leider nicht richtig in meinen Rhythmus. In der zweiten Hälfte lief es dann deutlich besser. So lag ich am Ende des ersten Tages auf dem dritten Platz – punktgleich mit dem Viertplatzierten, jedoch mit drei X mehr.

Zum Abschluss des ersten Tages wurde noch das Finale der Liga geschossen – ein äußerst spannendes Flintschießen, das wirklich sehenswert war und mein Interesse geweckt hat.

Am Sonntag begrüßte uns strahlender Sonnenschein – und ebenso strahlende Gesichter in der Halle. An diesem Tag schoss die zweite Gruppe zuerst - wieder im gleichen System. Es lief besser als am Vortag: Zwar war ich beim Einschießen noch stärker als in meiner ersten Runde, doch in der zweiten konnte ich dem Zweitplatzierten einige Punkte abnehmen. Ob es reichen würde?

Es blieb spannend, denn der Viertplatzierte lag uns dicht im Nacken und hatte seinen Durchgang erst nach uns.

Unabhängig vom Ergebnis war die Stimmung an unserer Scheibe einfach großartig. Wir haben viel gelacht, gute Gespräche geführt – und gemeinsam mitgefiebert. Ein „M“ tat uns allen weh, und über ein „X“ wurde sich gefreut, als wäre es das eigene gewesen.

Am Ende musste ich mich mit sieben Punkten Rückstand hinter dem dritten Platz einreihen. Die vielen „M“ haben mich letztlich das Podest gekostet.

Daniel Tolles startete bei den jungen Erwachsenen in der Klasse Freestyle unlimited und wurde mit beachtlichen 1186 Punkten (vom 1200 möglichen) deutscher Meister.

Axel Boecker

   

 

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